XIAN, die Stadt des 8. Weltwunders........
Xian in der Provinz Shaanxi liegt am Mittellauf des Gelben Flusses und gilt als eine Wiege der chinesischen Kultur. In Shaanxi begann die weltbekannte Seidenstraße, die den asiatisch und den europäischen Kontinent durchquerte. In der chinesischen Geschichte regierten die Kaiser von 13 Dynastien von Xian, der Hauptstadt der Provinz Shaanxi, das chinesische Reich. In der Provinz Shaanxi kann man zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie z. B. die Terrakottaarmee von Shi Huangdi, die als das ,,8. Weltwunder" gilt, den bekannten buddhistischen Famen-Tempel und die Gedenksteingalerie besichtigen.
In der alten Zeit, auch Changan genannt, zählt Xian zu den sieben alten Hauptstädten Chinas. Mit unzähligen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Dynastien ist Xian eine weltbekannte Kulturstadt und wird deshalb auch "Historisches Museum" genannt. Mit den ,,10 berühmtesten Sehenswürdigketen der Stadt", die in den letzten Jahren bestimmt wurden, zählt Xian zu den anziehendesten Reisezielen der Welt. Die eichtigen Sehenswürdigkeiten Xians sind die Große und Kleine Wildgans-Pagode, der Trommel- und Glockenturm, die Stadtmauer aus der Ming-Dynastie, die Banpo-Ruinen, die Große Moschee in der Huajue-Gasse (eine der vier bekanntesten Moscheen Chinas), die Ruine der Palastanlagen aus der Zhou-, Qin-, Han- und Tang-Dynastie, die Gedenksteingalerie und der Epang-Palast.
Stadtmauer von Xian
Die Stadtmauer in Xian ist die einzige große Stadtmauer Chinas, die auf den heutigen Tag vollständig erhalten geblieben ist. Sie ist rund 12 rn hoch und an der Basis 16 bis 18 rn bereit. Zur Stadtmauer gehören noch Wach- und Ecktürme sowie Pferdewege und Hängebrücken. Heute bilden diese Stadtmauern, der Wassergraben und die Grünanlage zusammen einen Park um die Stadt herum.
Die Kleine Wildgans-Pagode
Ungefähr ein Kilometer südlich vom Stadtgebiet von Xian entfernt, liegt sie im Jianfu- Tempel. Weil sie kleiner als die Große Wildgans- Pagode im Ci'en- Tempel ist, kam sie so zu ihrem Namen. In der Regierungszeit des Tang-Kaisers Zhongzong (707- 710) erbaut, war dieses Bauwerk aus Ziegelsteinen ursprünglich 15-stöckig und ist heute nach vielen Erdbeben nur noch 13-stöckig. Im Vergleich mit der Großen Wildgans-Pagode erscheint die Kleine Wildgans-Pagode zierlicher, jedoch kunstvoller. In der Kleinen Wildgans-Pagode hängt eine große Glocke. Wenn sie angeschlagen wird, hallt der Ton laut in der , ganzen Stadt wider .
Die Große Wildgans-Pagode
Ungefähr 4 Kilometer südlich vom
Stadtgebiet Xians entfernt und im Ci'en-Tempel gelegen, zählt die
Große Wildgans-Pagode zu den bekanntesten buddhistischen Pagoden Chinas.
Ursprünglich war die Große Wildgans-Pagode 5stöckig. Im Jahre
701 wurde sie bis zu 7 Stockwerken ausgebaut und war 60 Jahre später
schon 10stöckig. Durch Kriegswirren ist sie heute wieder 7stöckig,
aber noch immer 64 Meter hoch. In der Ming-Dynastie wurde die Große
Wildgans-Pagode mit Ziegelsteinen befestigt. Auf ihrer südlichen Seite
finden sich Gedenktafeln mit Berichten über die Verbreitung des Buddhismus
in China. Diese Tafeln wurden von den Tang-Kaisern Taizong und Gaozong
verfaßt. Sie sind Originale des berümten Kalligraphen Chu Suiliang
aus der Tang- Zeit. Aus diesem Grund spielen diese Gedenksteine in der
chinesischen kalligraphischen Geschichte eine gewichtige Rolle.
Das Huaqing-Bassin (Quelle der Reinheit)
Im Jahre 747 wurde die Palastanlage auf dem Befehl des Tang-Kaisers Xuanzong in der Nähe eines alten großen Bassins gebaut, das zu einer Badeanstalt mit heißen Quellen aus der Qin-Dynastie gehörte. Die Palastanlage hieß "Huaqing-Palast" und wegen des großen Bassins auch "Huaqing-Bassin". Sie ist ca. 25 km östlich vom Stadtgebiet Xians entfernt und am Fuß des Li-Berges gelegen. Das "Huaqing-Bassin" bekannt vor allem durch die Liebesgeschichte des Tang-Kaisers Xuanzong und seiner Lieblingskonkubine Yang Yuhuan. Diese Palastanlage besteht aus verschiedensten klassischen chinesischen Bauten wie z. B. Hallen, Pavillons und Wandelgänge, die alle für den Besucher freigegeben sind.
Das
Terrakottaarmee-Museum
Etwa 40 km östlich von Xian, im Kreis Lintong gelegen, zählt dieses Museum zu den zehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten Chinas. Das Museum erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 20 000 Quadratmetern und besteht aus drei großen Gruben. In der 1. Grube sind die Krieger- und Pferdefiguren aus Ton nach den Erfordernissen des wirklichen Kampfes aufgestellt. In der 2. Grube sind auf dem Erdboden Spuren von Kampfwagen und Kavalleristen deutlich zu sehen. Die 3. Grube ist noch nicht für den Besuch freigegeben. Der Vermutung nach ist sie die Kommandostelle der gesamten Truppe aus Ton von Shi Huangdi , die ihm ins Grab beigegeben wurden. Die Größe, Farbe, Gestaltung und das Gewicht der Krieger- und Pferdefiguren zeigen, daß die Chinesen schon vor 2000 Jahren ein hohes Niveau in diesem Bereich erreicht hatten.
Der Xingjiao- Tempel
wurde im 2. Regierungsjahr des Tang-Kaisers Gaozong errichtet und befindet sich im Kreis Changan. In diesem Tempel wurde der berühmte buddhistische Priester Xuanzang aus der Tang-Dynastie bestattet. Xuanzang war gleichzeitig ein bekannter Übersetzer und Reisender in der chinesischen Geschichte.
Nachdem Xuanzang von seiner Pilgerreise nach dem Westen zurückgekehrt war, konzentrierte er seine ganze Energie darauf, die Sutras, die er vom Westen geholt hatte, zu übersetzen. Nachdem er ins Nirwana eingegangen war, wurde ein Tempel für ihn gebaut. Weil der Tang-Kaiser Suzong dem Stupa von Xuanzang den Namen "Xingjiao" (das bedeutet, Buddhismus zu beleben) verliehen hatte, hieB die nachher gebaute Tempelanlage auch "Xingjiao" .Suzongs eigenhändige Widmung kann man noch heute am Stupa lesen. Ende der Tang-Dynastie wurde der Xingjiao- Tempel in Kriegswirren zerstört und geplündert und allein die Stupas von Xuanzang und seiner 2 Schüler sind übriggeblieben. Das heute sichtbare Bauwerk wurde in der Zeitspanne von 1922 bis 1933 wieder aufgebaut. Die Kupferstatue des Buddha in der Haupthalle des Tempels stammte aus der Ming-Dynastie und die Jadestatue des Buddha war ein Geschenk von Burma. Im östlichen Gebäude werden tausende buddhistische Sutras aufbewahrt und westlich davon sind die 3 Stupas von Xuanzang und seinen 2 Schülern zu besichtigen.
Anmerkung: Für die vielen Informationen & Bilder möchte sich der Autor sehr herzlich beim Fremdenverkehrsamt der VR China, Frankfurt bedanken. Die Bild-Rechte liegen beim Fremdenverkehrsamt der VR China, Frankfurt
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