Lanzhou  

In der alten Zeit war..... Lanzhou eine wichtige Stadt an der Seidenstraße - Lanzhou wurde früher auch die Goldstadt genannt - heute ist sie Provinzhauptstadt von Gansu. Die Stadt liegt im Tal des gelben Flusses. In der Stadt findet sich die "Weiße Pagode", diese soll Dschingis Khan zu Ehren des tibetischen Lamas errichtet haben. Der Aufstieg wird mit einem herrlichen Blick über die Stadt und den gelben Fluß belohnt. Breit und übermächtig zieht die Jahrtausende alte Schlagader Chinas zwischen den Bergen dahin. Das Wasser hat die gelbliche Farbe der umliegenden Berge angenommen - daher auch der Name.

Schon Marco Polo berichtete: "Die Bewohner leben von Früchten, die hier im Überfluß wachsen, und können so alle Reisenden versorgen".  Lanzhou war schon im 2. Jahrhundert vor Christus ein wichtiger Handelsverladeplatz entlang der Seidenstraße. Für Händler gab es nur eine einzige Möglichkeit den gelben Fluß zu überqueren: 70km südlich von Lanzhou, nahe den Grotten von Binglingsi bei Yougijing.

Wegen großer Temperaturschwankungen und geringer Niederschlagsmenge gibt es in Lanzhou viele Obstarten von hervorragender Qualität.

Lanzhou - die Stadt am gelben FlußIn Lanzhou findet sich der sog. Hexi-Korridor, der wichtigste Teil der Seidenstraße und der Berg der Jadequelle.

Der Berg der Jadequelle - südlich von Lanhou und am nördlichen Fluß des Gaolan-Berges gelegen - thront er mehr als 1600Meter hoch über dem Meeresspiegel. Weil es in diesem Berg 5 Quellen gibt, bekam er den Namen "Berg der Jadequellen". Von den zahlreichen Tempeln des Berges ist der Chongqing Tempel (aus dem Anfang der Ming Dynastie) der wichtigste. In diesem Tempel existiert eine mächtige eiserne Glocke aus der Jing-Dynastie mit 500kg und 3 Metern Höhe (ø 2Meter).

Das Bingling Kloster

Die große Buddhastatue im Bingling-KlosterDas Bingling Kloster liegt südwestlich des Landkreises Yongjing und am Nordufer des Gelben Flusses. Von Lanzhou ist es ca. 70km entfernt. In der Zeit der Seidenstraße war es für die Reisenden ein besonderer Ort. damals mußten die Kamelkarawanen mit Seidenwaren dort über den gelben Fluß übersetzen, um weiter gegen Westen ziehen zu können. "Bingling" ist eine Übersetzung aus dem Tibetischen und bedeutet soviel wie "Hunderttausend Buddhas". Die bisherigen etwa 180 erhaltenen Grotten haben eine Vergangenheit von über 1500Jahren - sie sind insgesamt rund 2 Kilometer lang und bestehen aus 4 unregelmäßigen Schichten. In diesen Grotten kann man ca. 800 Statuen und fast 1000 Quadratmeter Wandmalereien bestaunen. Die größte Statue ist ca. 27Meter hoch - die kleinste nur etwa 20cm. Viele Statuen stammen aus der Tang-Dynastie. Jede Statue ist einzigartig und ein Unikat - ähnlich wie die sog. Terrakotta-Armee zeigen sie individuelle Gesichtszüge. In einer Gebetsnische findet sich die älteste buddhistische Inschrift aus dem Jahre 420.

Jiayuguan

Der Jiayuguan-Paß ist die Anfangsstation der weltberühmten chinesischen Mauer und diese ist ja auch das einzige von Menschenhand geschaffene Bauwerk, welches vom Mond aus mit unbewaffnetem Auge gesehen werden kann.

Die Stadt JiayuguoanDie Stadt Jiayuguan befindet sich in der Mitte des Hexi-Korridors und wird begrenzt vom Quilian-Berg im Süden, vom Mazong-Berg im Norden und dem Jiuquan-Becken im Osten und der Gobi-Wüste im Westen.

Heute ist Jiayuguan eine Industriestadt, aber man kann trotzdem noch vieles aus der Zeit der Seidenstraße entdecken. Neben der Großen Mauer sind Gräber mit Wandmalereien aus der Wei- und Jin-Zeit sehenswert.

Jiayuguan verfügt heute über eine günstige Verkehrsanbindung sowohl per Auto, Zug und Flugzeug.

Der Jiayuguan-Paß ist südwestlich von Jiayuguan gelegen - und er bildet das westliche Ende der chinesischen Mauer. Weil sich der Paß am Fuß des Jiayu-Berg befindet, kam er zu dem Namen Jiayuguan, wobei Guan übersetzt "Paß" bedeutet. Mit dem Qilian-Berg im Norden und den Longshou- bzw. Mazong-Berg im Süden stand dieser Paß als uneinnehmbar westlich vom Gelben Fluß. Im 5. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Hongwu errichtet und in den folgenden 150Jahren immer wieder ausgebaut, war der Jiayuguan-Paß eine strategisch wichtige Station. Übrigens hatte man zwischen diesem Paß und dem Hauptteil der Großen Mauer noch eine mehr als 100Li (1Li entspricht etwa 500Meter) lange Mauer gebaut, um beide Mauern zu einem Ganzen zu vereinen.

Die zerbrochene Mauer

Weniger bekannt ist die sog. zerbrochene Mauer. Etwa 8 Kilometer vom Jiayuguan-Paß entfernt und östlich von dem Schwarzen Berg gelegen, wurde sie 1539 in der Ming-Dynastie erreichtet und früher "Westmauer" genannt. Die Höhe dieser Mauer aus festgestampfter Erde paßt sich der "Hanglage" des Berges an, trotzdem wurde berücksichtigt, daß man diese Mauer nicht übersteigen kann.

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Anmerkung: Für die vielen Informationen & Bilder möchte sich der Autor sehr  herzlich beim Fremdenverkehrsamt der VR China, Frankfurt bedanken. Die Bild-Rechte liegen beim Fremdenverkehrsamt der VR China, Frankfurt


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