Die Lastenträger der alten Seidenstraße
Kamele sind
in Wüsten unentbehrlich - ohne sie hätte es sicher die
Seidenstraße wie sie Marco Polo beschrieben hat, nicht gegeben. Selbst
Dschingis Khan wäre ohne die Kamele nicht weit gekommen und Sven Hedin
wäre gar in der Wüste umgekommen. Der Entdecker und Forscher Marco
Polo beschreibt ausführlich, die Karawanen. Ausschließlich Kamele
(Trampeltiere) besorgten den Transport der Seidenballen. Trampeltiere bezeichnet
man die asiatischen Kamele, welche 2 Höcker aufweisen. Einhöckrige,
afrikanische "Kamele" werden als Dromedare bezeichnet (Verbreitung: Afrika
und vorderer Orient). Trampeltiere unterscheiden sich durch die Fähigkeit
extremste Temperaturen ertragen zu können.
Die Wüste Gobi wartet Temperaturen von bis zu +50°Grad und -40°(im Winter) auf. Ein dichtes Fell, welches einmal im Jahr wechselt, schützt die bis zu einer Tonne schweren Tiere zuverlässig.
Trampeltiere haben eine unschlagbare Eigenschaft, während für den Menschen bereits ein Flüssigkeitsverlust von 15% tödlich verlaufen kann, verkraftet das Kamel etwa 40%. Während sich beim Menschen das Blut bei hohen Flüssigkeitsverlust verdickt (Schwitzwasser wird dem Blut entzogen), wird Schwitzwasser dem gesamten Kamelkörper entzogen. So bleibt das Blut dünnflüssig und der Kreislauf voll funktionsfähig. Nach 2-3Wochen ohne Wasser, können Kamele bis zu hundert Liter Wasser auf einmal trinken.
Selbst die Körpertemperatur können Kamele beeinflussen, ihr "Kühlsystem" setzt erst bei etwa 41°Grad ein. Nachts lassen sie die Körpertemperatur auf ca. 34°Grad abfallen und nehmen diesen "Kältevorrat" in den heißen Tag mit.
Wer glaubt, das Wasser würde in den Höckern gespeichert, der irrt. Die Höcker dienen als Fettreserven für harte Winter. In mageren Zeiten fallen die Höcker schlaff zur Seite.
Gegenwärtig existieren rund eine halbe Million Kamele. China und
die Mongolei versuchen mit
Rettungsprogrammen
die Art der Trampeltiere zu erhalten. Jedoch immer mehr Staubfahnen der durch
die Wüste kreuzenden LKW's künden vom Ende der seit rund 4500 Jahren
dem Menschen treu dienenden Tiere.
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Anmerkung: Für die Bilder möchte sich der Autor sehr herzlich bei seinem alten Freund Fred bedanken. Die Bild-Rechte liegen bei Fred Lange
Die Bilder wurden entnommen aus:
>Geheimnisvolle Karawanenwege
im Herzen Asiens< von Fred Lange. Eine
abenteuerliche Reise entlang alter Karawanenwege in eine geheimnisvolle Welt:
Auf Dschingis Khans und Marco Polos Spuren durch die Steppen der Mongolei,
die Seidenstraße entlang und über das Hochland von Tibet bis zu
verborgenen Tälern im Himalaya wird die spannende Geschichte der
ältesten Handelswege Asiens lebendig. Das Buch kostet
25,51Euro und
ist im Bruckmann-Verlag, München (ISBN 3-7654-3480-9) erschienen. (Auf
Wunsch erhalten Sie das Buch über
Kunst & Seide
auch handsigniert!)
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